Wanderung durch die Schlucht Garganta Verde

Garganta Verde

Eine Wanderung durch die Schlucht Garganta Verde ist keine Wanderung wie jede andere. Besucher dürfen sich auf der etwa zweieinhalbstündigen Erkundungstour auf spektakuläre Landschaften freuen, über denen Gänsegeier ihre Kreise ziehen. Da sich der Wanderpfad in der Kernzone eines Naturparks befindet, müssen sich Wanderfreude im Vorfeld eine Genehmigung der Parkverwaltung einholen. Doch der Aufwand lohnt sich!

 

Ein Ausflug in eine floristische Wunderwelt

Der rund fünf Kilometer lange Wanderpfad startet an der Landstraße von Grazalema in Richtung Puerto de los Acebuches. Den Beginn des Weges erkennen Wanderfreunde an einem Schild der Agencia de Medio Ambiente, das sich zwischen dem neunten und zehnten Kilometer der Straße befindet. Naturliebhaber werden den Anblick des lichten Buschwaldes, der Johannisbrotbäume, der Mastixsträucher und der Zwergpalmen genießen, die diesen Weg säumen. Erstaunlich ist ebenfalls der Igeltannenwald der Sierra del Pinar, der nicht weit vom Fluss Arroyo de los Ballesteros entfernt ist. Wanderer sollten es sich nicht nehmen lassen, den Blick von dem Aussichtspunkt zu genießen, der auf dem Wanderpfad nach rund 700 Metern auf einer Abzweigung in linker Richtung schnell erreicht ist. Dieser Aussichtspunkt offenbart einen großartigen Blick auf den Cambronero; zudem ist die Schlucht bereits in Grundzügen erkennbar. Anschließend führt der eigentliche Wanderpfad bis zu einem Schild mit der Aufschrift ‚Área de nidificación. Se ruega silencio’ (um Ruhe wird gebeten), nach dem der Abstieg in die Schlucht beginnt. Der an kritischen Stellen gesicherte Abstieg erstreckt sich über 200 Höhenmeter, nach dessen Bewältigung die Wanderer Gänsegeier ins Visier nehmen können. Es ist überwältigend, einen Blick auf diese Vögel zu werfen, deren Spannweite bis zu 2,50 Meter beträgt. In den Felswänden der Garganta Verde brüten die Tiere. Diese Region gilt für Gänsegeier sogar als eine der bedeutendsten Brutkolonien Europas.

Eine Höhle als weiterer Besuchermagnet

In den unteren Bereichen der Schlucht erblicken Wanderer eine üppige Flora und das Flussbett, an dem der Wanderpfad wiederum in die obige Richtung führt. An dem am Flussbett entlang führenden Weg gedeihen außergewöhnliche Pflanzen wie der baumförmige Oleander, Feigen aus Felsspalten oder Lorbeer. Dass die Garganta Verde oder die ‚Grüne Schlucht’ ihrem Namen alle Ehre macht, hat das Areal ebenfalls Gewächsen wie dem schwarzstieligen Tüpfelfarn oder dem Frauenhaarfarn zu verdanken. Dem Flussbett folgend, taucht auf der linken Seite mit der Ermita de la Garganta Verde eine große Höhle auf. Das durch das Gestein sickernde Wasser hatte an dieser Stelle Kalkstein gelöst und die Höhle geformt, die durch den in den Fels einschneidenden Fluss geöffnet wurde. Sickert das Wasser durch das Höhlendach ab, bilden sich neue Stalaktiten und Stalagmiten. Nach einer Besichtigung der Höhle setzt sich die Wanderung so lange fort, bis sich das Flussbett leicht absenkt. Anschließend führt der gleiche Weg zurück zur Landstraße.

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