Ruta de los Pueblos Blancos: Die weißen Perlen Andalusiens

Die weißen Dörfer sind in Andalusien reichlich vertreten. Doch die in den Provinzen Cádiz und Málaga heben sich von der weißen Masse ab. Aus großer Ferne sind sie sichtbar, sie kleben an steilen Felsen oder befinden sich majestätisch auf großen Hügeln.

Abseits der beliebten Badeorte befindet sich im Hinterland der andalusischen Provinzen Málaga und Cádiz eine völlig neue Welt ohne Hektik, dafür sehr naturverbunden, mit sanften Hügeln, viel Grün und Olivenbäumen. Dann folgt ein Blick auf die schneeweißen Dörfer, die man von großer Weite in der andalusischen Landschaft bemerkt.

Der maurische Ursprung der Dörfer und Städtchen

Die Ruta de los Pueblos Blancos ist eine wunderschöne Strecke, bestehend aus 19 Dörfern und kleinen Städten. Ihr Herzstück ist der von Unesco geschützte Naturpark Sierra de Grazalema. Orte wie Zahara de la Sierra, El Bosque sowie der Naturpark sind traumhafte Urlaubsorte. Sie befinden sich in ihrem ursprünglichen Zustand, wirken verträumt und blenden mit ihrer weißen Verkalkung. Kleine Gässchen und Gassen erwarten Touristen mit vielerlei Überraschungen. Die Einwohner haben ihre kleinen Höfe und Minibalkone mit farbigen Blumen geschmückt.

Das jahrhundertealte Kopfsteinpflaster erfordert gutes Schuhwerk für einen Bummel durch die beengenden aber gemütlich wirkenden Gassen. Ein langer Atem ist Pflicht, denn praktisch überall geht es aufwärts, und zwar steil. Die Treppen der Dörfer wurden scheinbar für Esel geplant, Touristen gab es damals wohl noch nicht. Erschöpfte Besucher stoßen glücklicherweise regelmäßig auf eine schattige Bar, wo sie sich ein Bier oder einen Kaffee gönnen dürfen. Wer sich hier ausruht, sollte unbedingt die leckeren Häppchen Tapas probieren.

Die Straßen der Dörfer versetzen Touristen in eine Zeit zurück, als man von Autos noch nicht einmal zu träumen wagte. Sie sind etwa so breit wie ein Auto. Atemberaubend sind die Verbindungsstraßen zwischen den Siedlungen. Eine kurvenreiche Fahrt kann einen bis zu einer Höhe von 1.300 Metern bringen.

Ein Großteil der Siedlungen besitzen einen maurischen Ursprung. Man baute sie an erhöhten Lagen, weil man sich vor Überfällen fürchtete. Am höchsten Punkt des Dorfes gab es einen Turm, über den man zum Nachbardorf Kontakt aufnahm und dieses vor Feinden warnte.

Seltene Arten im Naturpark Sierra de Grazalema

Naturliebhaber und Wanderer dürfen sich den Naturpark Sierra de Grazalema nicht entgehen lassen. Das Bilderbuchdorf Grazalema ist der Ausgangspunkt für jede Wanderung. Im Naturpark können Besucher Stein- und Korkeichen sowie die seltene Pinsapo- und Igeltanne bewundern. Auf der Wanderung durch das Berggebiet können Besucher über 1.300 Arten von Blüten- und Farnpflanzen bewundern. Die Wege sind alle ausgeschildert und führten durch atemberaubende Höhlen und Schluchten. Wer einen Blick in die Höhe wagt, wird Gänsegeier, Schlangenadler, Habichte und Azorengimpel bewundern können.

Fahrradfahrer werden in diesem Gebiet ebenfalls auf ihre Kosten kommen, wenn sie eine gute Kondition mit sich bringen. Fahrräder sind in vielen Orten verfügbar. Wer dagegen das Pferd bevorzugt, findet ebenfalls Angebote, um seinem Sport nachzugehen. Wer jedoch die komplette Ruta de los Pueblos Blancos bewundern möchte, sollte sie mit einem Mietwagen befahren. Wir empfehlen eine Abreise mit dem Mietwagen von dem Barcelo Hotel in Andalusien. Von dort aus können Touristen ins nahegelene Cádiz fahren und anschließend über Jerez die Ruta de los Pueblos Blancos beginnen.

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