Corrida in der Real Maestranza in Sevilla

Corrida in der Real Maestranza in Sevilla

Es bleibt einem selbst überlassen, ob man eine Corrida – also einen ursprünglichen andalusischen Stierkampf, nach dem der Bulle getötet wird – gut findet oder nicht. Es ist ein blutiges Spektakel, und an dessen Ende verliert immer das Tier. Dennoch können und wollen wir nicht verschweigen, dass der Stierkampf in Andalusien eine lange Tradition besitzt.

Die Real Maestranza - die sevillanische Arena

Real Maestranza in Sevilla

Und noch immer hat die Corrida eine große Anhängerschaft in Spaniens südlichster Region. Vom Beginn des Frühjahrs bis tief in den Oktober hinein finden die Stierkämpfe statt – und an manchen Orten versammeln sich dann mitunter mehr Menschen als in einem Fußballstadion. Das gilt auch für die Real Maestranza, die Arena in Sevilla, in der regelmäßig Corridas über die Bühne gehen. Allein das Gebäude, das einen ovalen Kampfplatz im Inneren aufweist, ist sehenswert – es ist in der Tat eines der imposantesten Bauwerke der Stadt. Bereits im Jahr 1761 wurde es erbaut.

Eine Corrida besteht aus drei Abschnitten

Die Atmosphäre bei einem Stierkampf ist mit der eines Fußballspiels nicht vergleichbar. Viele Besucher sind außer Rand und Band, ekstatisch, manche vergessen sich beinahe. Zudem spürt man förmlich, dass einige der „Aficionados“ von Angst erfüllt sind, andere sorgen sich um das Leben der Stierkämpfer, und wieder andere sind hin und weg vor Begeisterung. Eine Corrida besteht aus drei Abschnitten, der erste davon beginnt mit dem Hauptdarsteller – der Stier betritt die Arena. Dann folgt der Torero, der nun einige Figuren zeigt, mit denen er den Stier reizt, was gleichbedeutend ist mit dem eigentlichen Start der Corrida. Was der Stier nicht weiß zu diesem Zeitpunkt: er hat keine Chance. Denn der Torero ist nicht allein.

Jetzt beginnt die letzte Phase

Torero

Er wird unterstützt von einigen berittenen Picadores, die vom Rücken ihrer Pferde ihre Lanzen in den Rücken des Bullen stechen. Anhand der Reaktion des Tiers sieht der Torero, welchen Charakter der Stier hat, wie stark er ist. Nun kommen die Banderillas zum Einsatz, kleine und meist bunt verzierte Lanzen mit Widerhaken, die dem Stier in den Nacken geworfen werden. Jetzt beginnt die letzte Phase: der Torero wird zum Matador und greift zu seinem goldroten Kampftuch, der „muleta“, und reizt den Stier, bis dieser auf ihn losrennt. Dann führt er einige elegante Figuren auf, bis der Stier erschöpft ist und der Matador die richtige Position hat, um dem Tier den Todesstoß mit dem Schwert zu versetzen – dafür hat er allerdings nur eine Chance. Schafft er das, erntet er begeisterte Rufe – „olé, olé“ schallt es durch die Arena.

Möchte man als Urlauber diese Spektakel hautnah miterleben und auch möglichst viel verstehen was die Menschen um einen herum erzählen, empfiehlt es sich vor dem Urlaub spanisch zu erlernen. Hierfür kann man entweder eine Selbstlern CD kaufen oder einen Sprachkurs besuchen. Mittlerweile gibt es aber auch die Möglichkeit, dass man mit Videos Spanisch lernen kann und das alles bequem von zu Hause aus im Internet. Wenn man sich die Zeit nehmen kann und den Urlaub noch intensiver erleben möchte empfiehlt es sich zumindest ein wenig die Sprache zu beherrschen. So könnten Sie bei dem Stierkampf z.B. mit Spaniern fachsimpeln oder zumindest ihr Eis um die Ecke auf Spanisch selbst bestellen.

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