Die Cueva de la Pileta

Cueva de la Pileta

Ein paar Kilometer südwestlich von Ronda, mitten im Gebirge der Umgebung von Benaoján, liegt die Höhle Cueva de la Pileta. Im Jahre 1905 wurde sie entdeckt und dann, 1924, zum „Nationalen Monument für Höhlenkunst“ erklärt. Ein Ausflug in die Höhle ist wirklich lohnenswert, wenn man gerade in der Gegend ist; beherbergt sie doch in ihrem Inneren Höhlenmalereien, die an die 20.000 Jahre alt sind und somit Zeugnisse erster menschlicher Besiedlung Andalusiens und deren kulturelle Prägungen sind. Einige Forscher datieren die Kunstwerke sogar noch älter.

Stiere, Pferde, Hirsche, aber auch Darstellungen von Menschen gibt es an den Wänden der Höhle zu entdecken

Es handelt sich dabei um Beutetiere, die – ähnlich den weltbekannten Funden in der Höhle von Lascaux im französischen Périgord – dort von den Bewohnern aus Eisenoxid, später dann mit Hilfe von Kohle gemalt wurden. Stiere, Pferde, Hirsche, aber auch Darstellungen von Menschen gibt es an den Wänden der Höhle zu entdecken, die in geführten Gruppen (für ein paar Euro) betreten werden kann; die Führungen dauern jeweils eine Stunde. Die Höhle ragt etwa 2,2 Kilometer in den Berg hinein, die Mitnahme warmer Kleidung ist zu empfehlen.

Das Gemälde eines sehr großen Fisches

Interessant ist, was man über die Maltechnik der Steinzeitmenschen erfährt. Sie sollen den Farben, die sie, wie beschrieben, aus Eisenoxid und später Kohle hergestellt haben, auch tierische Fette beigemischt haben, was es uns heute erst möglich macht, die Malereien noch bestaunen zu können. Eine äußert überraschende Entdeckung ist das ebenfalls an der Wand der Höhle zu sehende Gemälde eines sehr großen Fisches – und das, obwohl die Höhle etwa 40 Kilometer vom Meer entfernt ist. Neben dem Fisch ist ein weiteres Lebewesen festgehalten, das am und im Wasser zuhause ist: ein Seehund.

Kleinere Seen in der Höhle

Folgt man während der Führung dem Verlauf der Höhle weiter in ihr Inneres, tun sich kleinere Seen auf – schließlich handelt es sich um eine Tropfsteinhöhle, in der ständig eine hohe Feuchte herrscht. Auch Stalagtiten und Stalagmiten kann man dort sehen. Immer wieder huschen Fledermäuse an den Besuchern vorbei. Nach 300 Metern erreicht man in einem großen Saal, der sich hier herausgebildet hat, den Umkehrpunkt, an dem der Boden der Höhle nur weniger als 20 Zentimeter dick sein soll. Dann geht es zurück, und nach einer Stunde im Bauch des Berges bringt die andalusische Sonne schnell die gewünschte Wärme zurück. Dennoch sollte man sich die Besichtigung unter keinen Umständen entgehen lassen; schließlich beherrscht einen noch eine ganze Weile später ein seltsames Gefühl, wenn man sich bewusst macht, dass man an einem Ort war, an dem schon vor 20 Jahrtausenden – oder mehr – Menschen gelebt, geliebt, gegessen, getrunken und sich vor den Raubtieren gefürchtet haben. Das Fotografieren in der Höhle ist nicht erlaubt; die eingesetzten Blitzlichter würden die extrem empfindlichen Malereien zu sehr zusetzen.

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