Medina-Sidonia

Der Name des Städtchens verrät schon viel über seine Geschichte. Vor etwa 3.000 Jahren gründeten Phönizier aus Sidon, im heutigen Libanon gelegen, die befestigte Siedlung, die im Lauf der Jahrhunderte dann von den Römern besetzt wurde, für die sie zu einer wichtigen Kolonie wurde. Auch die Westgoten haben Spuren in Medina-Sidonia hinterlassen, besonders aber natürlich im Jahr 711 einfallenden Mauren, die dem Ort den ersten Teil des Namens und eine lang anhaltende Blütezeit brachten.

1440 dann fiel Medina-Sidonia in der Reconquista an die Christen und wurde Hauptsitz eines Herzogs.Der für Touristen interessante, weil sehenswerte Ort steht mit dieser Historie für die gesamte Region. Am Hauptplatz, der Plaza de España, genannt Alameda, befindet sich das neoklassizistisch-barocke Rathaus, erbaut im Jahr 1778. Hier folgt man nun am besten der Einkaufsmeile bis zum Kloster Convento San Cristóbal und weiter zur Kirche Iglesia de la Victoria. Von dort geht es ein Stück den Berg hinauf zur Kirche Iglesia Mayor de Santa María de la Coronada, die nach der maurischen Besetzung im 16. Jahrhundert an einer Stelle errichtet wurde, auf der vorher eine Moschee stand – und davor wiederum schon einmal eine Kirche.

Ein Sieben Meter breiter und fünfzehn Meter hoher Altar

Kirche Iglesia Mayor de Santa María de la Coronada

Der sieben Meter breite und fünfzehn Meter hohe Altar ist mit seinen 168 Bildern einer der bedeutendsten der Region; unter anderem beherbergt er auch die Schutzpatronin von Medina-Sidonia Nuestra Señora de la Paz. Vom Kirchturm aus bietet sich ein herrlicher Blick über das Städtchen und die umliegende Gegend. Die Santa María de la Coronada vereint die Stile von Gotik, Renaissance und Barock, was sie zu einem echten Schmuckstück macht.

Die arabische Stadtmauer

Direkt unterhalb der Kirche befindet sich die arabische Stadtmauer, wo zuvor schon römische Befestigungsanlagen waren. Hinter der Santa María de la Coronada, ein wenig bergan, liegt eine Grabungsstätte, in der Archäologen immer noch Zeugnisse der Römerzeit ans Tageslicht befördern. Von dort kann man die etwa 20 Kilometer entfernte Küste sehen, wenn es sehr klar ist, sogar die Küstenlinie von Marokko in 60 Kilometern Entfernung.

Das Arco de la Pastora

Arco de la Pastora

Zurück Richtung Zentrum geht es nun zum Arco de la Pastora, einem der Tore in der arabischen Stadtmauer. Das Tor stammt aus dem 10. Jahrhundert, und in einer Nische befindet sich eine Marienstatue, die die Bewohner zu Zeiten der maurischen Herrschaft dort hineinstellen durften. Folgt man nun der gegenüber steil abfallenden calle Espiritu Santo bis zur calle Ortega, so befindet man sich direkt an der von den Römern im 1. Jahrhundert eingeführten Kanalisation der Stadt. Wer diese Anlage besichtigt, bekommt hinterher auch die alte römische Straße zu sehen, die gefunden wurde, als ein Anwohner sein Haus neu bauen wollte und dort, wo er die Tiefgarage plante, auf die Pflastersteinstraße stieß.

Die Iglesia de Santiago

Weiße Häuser in Medina-Sidonia

Weiter die calle Ortega entlang führt der Weg zur Iglesia de Santiago, die – im 14. Jahrhundert erbaut – eine der ältesten Gotteshäuser der Stadt ist. Zurück zum Ausgangspunkt der Tour, der Alameda, flaniert man nun die alle La Loba entlang, die Motive bietet wie im Bilderbuch. Weiße Häuser und grüne Bäumchen säumen die schmucke Straße den Berg hinauf, und man stellt fest, dass Medina-Sidonia auch abseits der Attraktionen viele nette Seiten hat.

Es ist durchaus auch eine Überlegung wert die Erkundung der Bauwerke in Medina-Sidonia auf mehrere Tege aufzuteilen oder sich Zeit für die anderen schönen Dinge in Andalusien zu nehmen. Ferienwohnungen in Andalusien sind hierfür eine gute und oftmals auch recht günstige Möglichkeit seine Nächte angenehm zu verbringen.

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