Acinipo: Die römische Ruinenstadt

Acinipo

Das wunderschöne Städtchen Ronda erreicht man am besten vom Badeort Marbella aus, mit dem Wagen sind es nur etwa 60 Kilometer.

Acinipo - eine alte römische Ruinenstadt

Dass man sich Ronda unbedingt in aller Ruhe anschauen sollte, steht außer Frage. Doch, nur ungefähr 20 Kilometer weiter in nordwestlicher Richtung und mit dem Wagen ebenfalls ganz gut zu erreichen, befindet sich eine Besonderheit, die ebenfalls einen Besuch verdient, wenn man schon in der Region um Ronda unterwegs ist. (Die schöne Anfahrt verläuft, je näher man dem Ziel kommt, immer mehr auf schmalen Landstraßen, die sich die Hügel hinauf und hinunter schlängeln.) Es handelt sich dabei um Acinipo, eine alte römische Ruinenstadt, die im Jahr 45. v. Chr. gegründet worden ist. Am 17. März des Jahres 45 – also fast auf den Tag genau ein Jahr vor seinem Tod – hat Julius Cäsar in der Schlacht von Munda seine Armee gegen die Truppen von Gnaeus und Sextus, zwei Söhne des Pompeius Magnus, ins Feld geführt. Cäsars Bataillone waren siegreich, was das Ende der letzten Republikaner und Pompeianer im Römischen Reich bedeutete und das Ende der Republik Rom einläutete. Weil nach der Schlacht viele Soldaten dennoch den Austritt aus Cäsars Armee wollten (und ihn auch ehrenhaft erhielten), wurde Anicipo gegründet. 1.000 Meter über dem Meer gelegen, befindet sich die sehenswerte Ruinenstadt auf einer Hochebene, von der aus man auch eine tolle Weitsicht hat.

Teile der antiken Siedlung sind noch sehr gut erhalten

Steil ragen in der Ferne zackige Bergspitzen auf, während das Hochplateau auf der Rückseite der Ruinen jäh endet und steil in ein Tal abfällt. So war es unmöglich, die befestigte Stadt von dieser Seite aus zu erobern. Einige Teile der antiken Siedlung sind noch sehr gut erhalten, andere bestehen zum Teil nur noch aus zusammengefallenen Mauerresten. Doch es ist das Zusammenwirken der Gemäuer und der Umgebung, die im Frühjahr in sattem Grün leuchtet, während die Trockenheit des Sommers das Umland karg werden lässt. Für Bürger der Europäischen Union übrigens ist der Eintritt zu den Anlagen von Acinipo kostenlos.

Das sehr gut erhaltene Amphitheate

Und die Besichtigung lohnt sich allemal, es gibt hier nicht zuletzt jede Menge tolle Fotomotive. Von den ehemaligen Gebäuden sind immerhin noch die Fundamente erhalten, die spektakulärste Attraktion jedoch ist mit Abstand das sehr gut erhaltene Amphitheater. Zu den Zeiten, als die Römer sich hier niederließen, war das Theater der Mittelpunkt der Stadt. Und noch heute werden vom Frühjahr bis in den Herbst hier immer wieder Aufführungen dargeboten, für die man sich auch Eintrittskarten besorgen kann.

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