Castillo de Castellar

Castillo de Castellar

Wer des romanischen Sprachschatzes nicht völlig fremd ist, der erkennt schon am Titel, dass das Castillo de Castellar irgendetwas mit einer Burg oder einem Schloss zu tun haben muss. Völlig richtig!

Wohnen in der Burg

Und doch ist es nicht alles, was es damit auf sich hat. Denn diese Burg war (und ist es im Prinzip immer noch) ein Ort, an dem Menschen nicht nur in früheren Zeiten gelebt haben. Meistens bringt man den Begriff „Burg“ mit längst versunkenen Zeiten in Verbindung, als die Menschen bzw. die Adligen sich vor dem Auftauchen fremder Horden schützen mussten und eben aus diesem Grunde eine Burg bauten. Beim Castillo de Castellar verhielt sich das früher natürlich auch so, doch hier, etwa 25 Kilometer nördlich von Algeciras und Gibraltar haben sich Menschen gesagt: Warum nicht in diesen Mauern leben (die übrigens aus dem 7. Jahrhundert stammen sollen)? Warum Wohnraum ungenutzt lassen und in die Städte ziehen, wie es ja fast alle tun? Das war in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, und so ist es gekommen, dass das Castillo de Castellar damals ein Sehnsuchtsort wurde.

Die komplette Kulisse dieser Landschaft vor den Augen

Eingang - Castillo de Castellar

Und zwar ein Sehnsuchtsort für Menschen, die die Einsamkeit liebten und die Schlichtheit einer Gegend und einer Behausung, in der es noch nicht einmal fließend Wasser gegeben hat. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich in erster Linie künstlerisch begabte, junge Menschen von einer solchen Umgebung angezogen gefühlt haben, nämlich Maler, Musiker mit ihren Bands und dergleichen. Wer sich dem Castillo de Castellar mit dem Wagen nähert und die komplette Kulisse dieser Landschaft dabei vor den Augen hat, kann vielleicht ein bisschen nachvollziehen, warum dieser Ort auf die kunstschaffende Bevölkerung so anziehend gewirkt hat. Womöglich ist es auch die Tatsache, dass die Burg noch vor dem Jahr 800 n. Chr. von den Mauren erobert wurde, die ein wenig dazu beiträgt, hier Inspiration zu finden.

Ferienwohnungen die zu dem Hotel gehören

Und dabei ist es gar nicht so, dass heute hier keine Künstler mehr anzutreffen wären – im Gegenteil, es gibt sie noch immer. In dem kleinen Dorf, das direkt am Kastell liegt, gibt es nämlich ein paar Wohnungen, die diesen Künstlern zugeteilt sind. Der Rest des Dorfes besteht heute aus Ferienwohnungen, die zu dem Hotel gehören, welches wiederum in der Burg untergebracht ist. Ein Ausflug hierher kann also auch so geplant werden, dass er eine Übernachtung mit einschließt. Immerhin haben es die Betreiber verstanden, so viel wie möglich von der ursprünglichen Atmosphäre der Burg zu konservieren.

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