Das Metropol Parasol in Sevilla

Dass die andalusische Hauptstadt Sevilla bei einer Rundreise durch die Region eine unglaubliche Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist natürlich hinlänglich bekannt.

Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, das Viertel Santa Cruz, die Plaza del Duque, die Plaza de la Encarnación, der Konstitutionsplatz, die Plaza de San Francisco, die Kathedrale Maria de la Sede, die Maestranza-Stierkampfarena, die Plaza de España, die Giralda, der Alcázar (maurischer Palast), die Casa de Pilatos, der Torre del Oro: das alles sind nur die bekanntesten unter den Attraktionen der 700.000 Einwohner zählenden Metropole. Seit dem Jahr 2011 gibt es an der Plaza de la Encarnación noch eine weitere Sehenswürdigkeit, die einen Besuch lohnt: das „Metropol Parasol“, errichtet in den Jahren 2005 bis eben 2011. Die Sevillaner nennen ihr neues Wahrzeichen liebevoll „Las Setas“ (übersetzt: Pilze) oder auch „Las Setas de la Encarnación“. Und das auch zwei guten Gründen. Denn zum einen kann man mit ein wenig Phantasie tatsächlich die Form von Pilzen ausmachen, wenn man das Metropol Parasol betrachtet. Und zum anderen nehmen diese Begriffe auch Bezug auf die organische Struktur, in der das Bauwerk errichtet wurde. Heute gilt es als die größte Konstruktion aus Holz, die es weltweit gibt; entworfen wurde das Metropol Parasol vom deutschen Architekten Jürgen Hermann Mayer aus Stuttgart.

Insgesamt sechs Gebäudeteile sind es, von denen jeder für sich an einen Pilz erinnert. Wenn man vor dem Gebäude steht, macht dieses mit einer Länge von 150, einer Höhe von 26 und einer Breite von 70 Metern durchaus Eindruck. Der Architekt Meyer ließ sich bei seinem Entwurf von den Säulen der Kathedrale von Sevilla inspirieren; 2013 hat er für das Metropol Parasol übrigens den begehrten Mies van der Rohe-Award gewinnen können. Die verschlungenen Holzspitzen der sechs Einzelteile, die später miteinander verbunden worden sind, erinnern auch ein wenig an einen Sonnenschirm.

Das Gebäude wird von den Sevillanern heute gern genutzt – es dient nämlich als arkadenartiges Einkaufszentrum. Es gibt jede Menge Läden, einige Cafés, Restaurants und Bars, einen Markt sowie ein Museum, in dem man einige Fundstücke aus maurischer und römischer Zeit bewundern kann, die Archäologen in der Region von Sevilla entdeckt haben. Spannend ist auch die Konstruktion auf dem Dach, das für Besucher zugänglich ist. Oben kann man nämlich auf einem Rundweg spazieren gehen, von dem aus man einen schönen Blick über weite Teile der Stadt besitzt. Ein Besuch des Metropol Parasol lohnt also auf jeden Fall.

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