Ein warmes Bad in Alhama de Granada

Alhama de Granada

Circa 40 Kilometer Luftline südwestlich von Granada liegt der nur etwa 6.000 Einwohner zählende Ort Alhama de Granada.

Der Ort Alhama de Granada

Mit dem Wagen fährt man von Granada aus am besten in westlicher Richtung auf der A-92 und biegt bei Loreto auf die A-402 ab, die direkt nach Süden führt (die Fahrstrecke ist knapp 60 Kilometer lang). Doch ist es ein Ausflug, der sich lohnt. Denn die Stadt und die Region sind schon in der Jungsteinzeit besiedelt gewesen, Spuren der damaligen Bevölkerung konnten in der Cueva de la Mujer („Die Höhle der Frau“) nachgewiesen werden. Die Iberer waren es schließlich, die die Grundsteine des heutigen Alhama de Granada legten. Auch für die Römer war „Artigi“, wie sie es nannten, von großer Bedeutung: das Thermalbad, das sie damals anlegten, ist das älteste seiner Art. Nachdem die Mauren das Reich der Westgoten, also auch Spanien, erobert hatten, nannten sie den Ort Alhama, abgeleitet von „al-hamma“, was im Arabischen „heiße Quelle“ bedeutet. Denn auch die Mauren nutzten die Tatsache, dass hier seit inzwischen tausenden von Jahren warmes Wasser aus der Tiefe sprudelt – mit einer Temperatur von 47 Grad! Nach der Reconquista war Alhama dann auch bei den Spaniern weiterhin sehr beliebt.

Rund um die Altstadt von Alhama de Granada

Brunnen in Alhama de Granada

Die heißen Quellen in Alhama de Granada sind auch heute noch die hauptsächliche Attraktion der Stadt, doch dazu gleich mehr. Rund um die Altstadt etwa gibt es die Schluchten von Los Tajos zu sehen und vor den Toren von Alhama die von den Römern (unter Kaiser Octavian) errichtete Brücke. In der Stadt selbst fehlt der sonst so typische Mix aus maurischer und spanischer Architektur, dennoch sollte man sich etwa das Baudenkmal Casa de la Inquisición ansehen, das im isabellinischen Stil errichtet worden ist und von dem immerhin noch die Vorderseite existiert.

Die heißen Quellen

Die Alhamas, die heißen Quellen, die so heißen wie die Gemeinde selbst, liegen gut einen Kilometer vor der Stadt. Sie gehören heute zu einem Hotel und umfassen ein arabisches und ein römisches Bad. Auch wenn man nicht Hotelgast ist, kann man gegen einen geringen Eintrittspreis an einer Führung teilnehmen. Das arabische Bad ist jedoch für alle Besucher gesperrt, das römische Bad darf man nur benutzen, wenn man Gast im Hotel ist. Wer dennoch in dem warmen Wasser ein Bad nehmen möchte: Etwas außerhalb der Anlage gibt es eine für jedermann zugängliche Stelle, an der eine Art Becken geschaffen worden ist und in die ebenfalls Wasser direkt aus der heißen Quelle fließt.

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