Mit dem Fahrrad auf der Via Verde de la Sierra

Olvera

Jede Menge stillgelegte Eisenbahnstrecken durchziehen den spanischen Teil der iberischen Halbinsel, und einige davon finden sich in Andalusien. Viele dieser ehemaligen Zugtrassen drängen sich heute als Wander- oder Radwanderwege geradezu auf – so auch die Via Verde de la Sierra zwischen Olvera und Puerta Serrano, etwa 25 Kilometer nordwestlich von Ronda gelegen.

Ausgangspunkt für diese Radtour

Über 36 Kilometer führt die Strecke an Bahnstationen vorbei, die niemals genutzt wurden – der Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs 1936 unterbrach die Bauarbeiten. Vier Brücken und 30 Tunnels wollen überquert und durchfahren werden; für den Bau der Bahnstrecke wurden sie damals durch die Hügellandschaft getrieben. Wer sich einen schönen, nicht zu heißen Tag aussucht für diese Tour, sollte als Ausgangspunkt den alten Bahnhof von Olvera wählen.

Das Castillo von Olvera

Castillo von Olvera

Nicht weit von dort, schon nach wenigen Minuten, zeigt sich Andalusien von seiner Schokoladenseite: Rechterhand thront das Castillo von Olvera über dem Ort, und links öffnen sich die Sierra de San Juan und die Sierra de las Halinas. Prompt geht es auch schon durch die ersten Tunnels, da die ersten Kilometer ziemlich bergig sind, aber bald schon wird die Landschaft ebener und die verlassene Bahnstation Estación de Navalagrulla lädt zu einer ersten kurzen Rast.

Ein monströser Felsbrocken

Wer im Frühjahr hier durchkommt, sieht auf den noch saftig-grünen Wiesen Rinder weiden, bevor der Peñón de Zaframagón den Radfahrer in seinen Bann zieht. Es ist ein monströser Felsbrocken, der sich da aus der sanfter gewordenen Gegend erhebt, und es kommt durchaus vor, dass über einem große Gänsegeier kreisen, die in dieser Ecke zahlreich leben: es soll die größte Kolonie sein, die man in Europa in freier Wildbahn antrifft. Nach einem weiteren, dieses Mal recht düsteren Tunnel führt die Strecke direkt am Peñón entlang, wo man viele der aasfressenden Vögel in der Wand sitzen sehen kann. Am Bahnhof von Zaframagón, der kurz darauf erreicht wird, wurde zu Zwecken der Vogelbeobachtung sogar ein Fernrohr hingestellt, und zwar vom zuständigen Informationszentrum und Vogelobservatorium.

Nur noch zehn Kilometer

Nach der Durchfahrt weiterer fünf Tunnels ist der Bahnhof von Coripe erreicht, nur zehn Kilometer nordwestlich des Ziels in Puerta Serrano. Gleich ums Eck, hinter dem Bahnhof, steht die Chaparro de la Vega; die alte Steineiche ist heute ein geschütztes Naturdenkmal. Es ist der ideale Ort für eine zweite Pause und die Stärkung für das letzte Stück der Radwanderung.

El túnel del Castillo: Der längste Tunnel der Strecke

Kurz hinter Coripe wartet der mit einem Kilometer längste Tunnel der Strecke: el túnel del Castillo. Direkt dahinter geht es über die Brücke von Arroyo Gillete, dann breitet sich die Junta de los Ríos aus, in der sich ein Naherholungsgebiet befindet. Der Rest der Strecke führt fast ausschließlich auf einer Galerie über dem Fluss Guadalete entlang, von wo sich eine hervorragende Aussicht bietet, die beste der gesamten Tour. Allein deswegen hat sich das Radeln schon gelohnt, und der zu einer kleinen Pension umfunktionierte Bahnhof von Puerta Serrano, der kurz darauf erreicht wird, bietet beste Gelegenheiten zum Relaxen. Andalusien zeigt sich auf der Via Verde de la Sierra von seiner besten Seite. Und wer noch eine Motivation braucht muss sich im Klaren sein, dass er durch die sportliche Betätigung auch seiner Gesundheit etwas Gutes tut.

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