Fahrradfahren_in_Andalusien

Andalusische Städte wie Sevilla oder Granada gelten als Aushängeschilder der spanischen Region. Jahrhunderte alte architektonische Bauten, interessante Museen und perfekte Möglichkeiten zum Flanieren sind Gründe dafür, dass diese andalusischen Städte aus der breiten Masse der Ausflugsziele hervorstechen. Aktivurlaubern wird in und um Sevilla ebenso viel geboten. Auf einstigen Bahntrassen wurden mehrere verkehrsfreie Radwege angelegt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die VV del Aceite mit einem Asphaltbelag ausgestattet ist, verläuft die VV de la Sierra über mehrere Berglandschaften und bis zu einem Kilometer lange Tunnel. Im Gegensatz dazu vereint alle Radwege die atemberaubende Kulisse von Naturparks und Canyons, die immer wieder an den Wilden Western erinnert.

Ein angenehmes Fahrvergnügen auf dem „Grünen Öl-Radweg“

Einer der schönsten verkehrsfreien Radwege in Andalusien ist der Via Verde del Aceite. Der sogenannte „Grüne Öl-Radweg“ verläuft von Jáen zum Rio Guadajoz und ist sehr gut ausgebaut. Nahezu jeder einzelne Meter der insgesamt 55 Kilometer langen Strecke ist gut asphaltiert. Einige Streckenabschnitte verlaufen allerdings auf Schotter und Kies. Dieser Radweg ist auf der Trasse der ehemaligen Olivenölbahn errichtet worden, die in der Vergangenheit überwiegend zum Transport von Olivenöl eingesetzt wurde. Da die Via Verde del Aceite beinahe lückenlos mit der Via Verde del Subbética verbunden ist, befahren Aktivurlauber auf einer Kombination beider Straßen eine insgesamt 110 Kilometer lange Strecke mit Fernweg-Charakter. Das Schöne an diesem Radweg ist, dass die gesamte Route weitestgehend verkehrsfrei verläuft. Nur an einigen Stellen, an denen die Trassen ausgesetzt sind, müssen Radfahrer kürzere Etappen im Verkehr in Kauf nehmen. Alternativ ist an diesen Stellen ein Befahren der Radstreifen neben der Straße möglich.

An einladenden Cafés und Dampflokomotiven vorbei: An der VV del Aceite

Die Via Verde dela Subbética schließt sich beinahe nahtlos an die Via Verde del Aceite an und bahnt sich ihren Weg durch die andalusische Gebirgslandschaft. Auf der 55 Kilometer langen Route fahren Radler beispielsweise am einstigen Bahnhof von Dona Mencia sowie Luque vorbei, in dem sich heute ein gemütliches Café befindet. Ein weiterer Haltepunkt ist eine ansehnliche alte Dampflokomotive, die sich auf Höhe von Cabra de Cordoba befindet. Die gesamte Fahrbahn der Via Verde dela Subbética besteht überwiegend aus wassergebundenem Belag bzw. Kies und Schotter. Die gesamte Radroute verläuft weitestgehend verkehrsfrei. Nur auf einigen kurzen Etappen ist die Trasse ausgesetzt. Einige Teilabschnitte des Radweges sind mit Radstreifen neben der Straße angegliedert.

Kreischende Geier als tierische Wegbegleiter: Auf der Via Verde de la Sierra

Die Via Verde de la Sierra ist mit einer Länge von 36 Kilometern die kürzeste Radroute dieser verkehrsfreien Radstrecken. Dennoch bewahrt sich die VV de la Sierra ihren Ruf als einen der spektakulärsten und bekanntesten Radtrails des Landes, der durch wildromantische Naturlandschaften führt. Vis-á-vis zu Scharen an wildlebenden Geiern verläuft dieser Radweg durch ungefähr 30 Tunnel und über verschiedene Viadukte entlang. Einige Stellen dieses Radweges sind so faszinierend, dass Aktivurlauber ihre Blicke über scheinbar endlose Olivenhaine oder schluchtähnliche Täler wie das Guadalporcun schweifen lassen sollten. Außergewöhnlich ist an dieser Trasse, dass diese tatsächlich nie von einem Zug befahren wurde. Der Untergrund der Via Verde de la Sierra bildet einen Wechsel aus asphaltierten Abschnitten, steinigem und erdigem Untergrund sowie wassergebundenen Belägen und Kies.

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